Tiefengeothermie-Projekt wird neu ausgerichtet – wertvolle Daten bleiben
26.02.2026Das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) stellt das Tiefengeothermie-Projekt für das Nationale Sportzentrum Magglingen ein. Trotz des Abbruchs verhalf das Vorhaben zu wertvollen Daten und Erkenntnissen für die Schweizer Geothermie.
Das Fernwärmenetz von Magglingen sollte mit einer Wärmequelle aus tiefer Geothermie gespiesen werden. Jetzt soll das Projekt abgebrochen werden. Grund dafür sind der komplexe Untergrund und die Wirtschaftlichkeit, welche nicht mehr gegeben ist. Den Abbruch gab das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) heute in einer Medienmitteilung bekannt.
Abbruch – es bleiben wertvolle Daten und Erkenntnisse
Seit 2018 und dem Entschluss, das Areal mit einem Fernwärmenetz zu erschliessen, hat der Bund und die verschiedenen Bundesämter, das Projekt eng begleitet. Da der Untergrund in der Schweiz, im Vergleich zu anderen Ländern, wenig bekannt ist, helfen die gewonnenen Daten trotz des Abbruchs zum Verständnis der Schweizer Geologie. Alle Daten werden daher über das Bundesamt für Landestopografie swisstopo zur Verfügung gestellt, wie die Verantwortlichen betonen.
Immer wieder die Wirtschaftlichkeit
Zum einen zeigte sich der Untergrund in Magglingen als weit komplexer als angenommen. Zum anderen spielten aber die möglichen höheren Kosten eine wichtige Rolle bei der Entscheidung. Die Tiefenbohrung wäre möglicherweise teurer als prognostiziert ausgefallen , weshalb das BBL die Wirtschaftlichkeit der Geothermie-Anlage über den gesamten Lebenszyklus neu beurteilte. Das Risiko bei Tiefengeothermie-Projekten könnte durch eine Risikogarantie verringert werden. Um diese Thematik für die Branche aufzugreifen, hat sich das Programm Transfer der Riskogarantie bei Geothermieprojekten gewidmet, wobei mögliche Lösungsansätze erarbeitet wurden.
Dekarbonisierung soll weitergehen
Obwohl die Tiefengeothermie in Magglingen gestoppt wurde, will der Bund an der Dekarbonisierung festhalten. Neu setzt er auf verschiedene Energieträger. Eine davon bleibt die Geothermie, welche aber mit einer Wärmequelle näher an der Oberfläche zur Heizung der Sportgebäude beitragen soll. Ergänz wird die Wärmeversorgung in der neuen Planung mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe. Holzpellets und Gas sollen so bis 2031 abgelöst werden.
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