Wissenstransfer

Programm TRANSFER ermöglicht den Erfahrungsaustausch

01.12.2025

Im Jahr 2025 konnten dank des Programms Transfer Fortschritte in den Bereichen geologische Risikogarantie, Haftpflicht- und Bauversicherungen für die Tiefengeothermie sowie Regulierung der Tiefengeothermie auf Kantonsebene erzielt werden.

Im Jahr 2025 fanden folgende Aktivitäten im Rahmen von Transfer statt:

Der Austausch «Geothermie für Kantone» hat rund fünfzehn Kantone zusammengebracht. Diese «ERFA Kantone» haben es ermöglicht, in Zusammenarbeit mit dem Cercle Géologie, der das Transferprogramm mitfinanziert, ein Arbeitsprogramm für den Zeitraum 2026–2028 zu definieren.

Zwei Praxisgemeinschaften «Geothermie für Energieversorgungsunternehmen (EVU)» haben rund zehn Unternehmen zusammengebracht, die gemeinsam die Initiative Transfer mitfinanzieren. Diese «ERFA EVU» haben den Austausch und das Teilen von Erfahrungen unter Kolleginnen und Kollegen (in einem geschlossenen Nutzerkreis) ermöglicht, die Herausforderungen und Bedürfnisse der Energieversorgungsunternehmen identifiziert sowie die zentralen Themen der Geothermie für EVU priorisiert und validiert.

Der erste Teil des Projekts «Haftpflicht- und Bauversicherungen für die tiefe Geothermie in der Schweiz» wurde Ende 2025 mit der Veröffentlichung von zwei Berichten abgeschlossen – einem technischen und einem soziologischen. Für 2026 ist die Entwicklung eines gemeinsamen Tools (Analyse-Raster oder «Entschärfungs-Tool») vorgesehen, das als Grundlage für ein erstes Treffen zwischen den drei Parteien (Behörde, Projektträger, Versicherer) dienen soll. Außerdem ist geplant, über Geothermie-Schweiz einen Austauschraum zu schaffen, um den Dialog zwischen den Akteuren aufrechtzuerhalten. Dieses Projekt wurde von den Gruppen ERFA EVU und ERFA Kantone mitfinanziert.

Der erste Teil des Projekts «geologische Risikogarantie» wurde Ende 2025 mit der Veröffentlichung eines ersten Berichts abgeschlossen, der die technisch-finanzielle Machbarkeit eines solchen Systems aufzeigt. Theoretisch würde eine Risikogarantie ermöglichen, die Produktion von geothermischen Energie zu wettbewerbsfähigen Kosten sicherzustellen und gleichzeitig die Verwendung öffentlicher Gelder zu optimieren. Im Jahr 2026 sind vertiefte Gespräche mit Projektträgern, den Kantonen und dem Bund geplant, um die finanzielle und politische Umsetzbarkeit eines solchen Systems zu prüfen. Dieses Projekt wird vom ERFA-Gruppen der Energieversorgungsunternehmen mitfinanziert.

Das Projekt «Standardisierung der Regulierung der tiefen Geothermie zwischen den Kantonen»  läuft aktuell. Eine Umfrage bei den Kantonen wurde bereits durchgeführt, Interviews finden derzeit statt und am Montag, 2. Februar, wird ein Workshop mit allen interessierten Kantonen stattfinden. Schliesslich wird bis April 2026 ein Leitfaden für bewährte Praktiken herausgegeben. Dieses Projekt wird von der ERFA-Gruppe der Kantone mitfinanziert.

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