Geothermische Speicherung als Teil der Lösung
23.06.2026Aeesuisse veröffentlicht ihren „Energiespeicherplan für die Schweiz“, in dem das Potenzial der Geothermie für die saisonale Wärmespeicherung auf 8 bis 10 TWh beziffert wird. Dadurch lassen sich im Winter 3 bis 4 TWh Strom einsparen. Diese Zahlen bestätigen die Grössenordnungen der von Geothermie-Schweiz im Jahr 2022 durchgeführten Potenzialstudie.
Der Ausbau von Wärmespeichersystemen unterstützt die Energiewende. Die Speicherung im Untergrund hat den Vorteil, dass grosse Mengen bei geringem Flächenbedarf mobilisiert werden können. Saisonale Speicher gleichen die strukturelle Diskrepanz zwischen der Stromproduktionsüberschüsse im Sommer und dem zusätzlichen Bedarf im Winter aus.
Grosse, in Fernwärmenetze integrierte Wärmespeicher speichern Wärme bei nutzbarer Temperatur. Sie ermöglichen einen sinnvollen und gleichmässigen Betrieb grosser Wärmepumpen über das ganze Jahr hinweg, indem sie deren Stromverbrauch vom Winter in den Sommer verlagern. Darüber hinaus ermöglichen sie die Übertragung von überschüssiger Wärme aus Industrieanlagen, der Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA) oder der Geothermie vom Sommer in den Winter. Verschiedene technische Optionen kommen in Frage, wie beispielsweise die Wärmespeicherung in Gruben (PTES), in Hohlräumen (CTES), in Erdwärmesondenfeldern (BTES) oder in Grundwasserleitern (ATES).
Speicher in Form von regenerierten Erdwärmesondenfeldern erhöhen die Vorlauftemperatur von Wärmepumpen, verbessern deren Wirkungsgrad und senken so den Stromverbrauch im Winter. Die Regeneration von Erdwärmesondenfeldern dürfte daher zum Standard werden, insbesondere weil sie eine kostengünstige Kühlung im Sommer ermöglicht – ein Bedarf, der vor dem Hintergrund der globalen Erwärmung weiter zunehmen wird.
Die Studie von aeesuisse basiert auf dem Energiesystemmodell „Swiss Energyscope“ der ETH Zürich, das ein kostenoptimiertes Energiesystem für die Schweiz bis zum Jahr 2050 vorsieht und dabei das Ziel der Netto-Null-Treibhausgasemissionen berücksichtigt. Dazu werden alle Energieflüsse und -formen (elektrische, thermische, chemische) sowie deren CO₂-Äquivalent-Emissionen systemisch berücksichtigt. Zahlreiche technologie- und ressourcenspezifische Parameter dienen als Ausgangsdaten, insbesondere für Investitions- und Betriebskosten, Wirkungsgrade sowie die Verfügbarkeit von Ressourcen wie Biomasse und Wasser oder von Technologien wie Photovoltaik, Windkraft und Geothermie.
Hier finden Sie den Energiespeicherplan für die Schweiz von aeesuisse
Diese aeesuisse-Studie bestätigt die Zahlen von Geothermie-Schweiz zum Potenzial der unterirdischen Speicherung. Wie auf der Website des Verbandes unter der Rubrik „Geothermisches Potenzial“ oder unter dieser Studie von Geothermie-Schweiz dargestellt wird.
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