Planung

Langwierig und aufwändig

Tiefe Geothermieprojekte haben einen typischen Verfahrensablauf. Das Vorgehen erfolgt in mehreren Schritten, wobei diese je nach Projekt und Ausgangsituation unterschiedlich viel Zeit benötigen.

Im ersten Schritt wird die Projektidee konkretisiert. Ist das gemacht ist, muss das Gespräch mit den zuständigen kantonalen Amtsstellen (für Umwelt und/oder Energie zuständige Behörde) gesucht werden. Das weitere Vorgehen und die Ausarbeitung des Projekts erfolgen in aller Regel in engem Kontakt mit den Behörden. In einer ersten Vorstudie werden die verfügbaren Unterlagen und Informationen gesammelt und analysiert. Das Ergebnis ist Grundlage der Konzeptdefinition und des Finanzierungsplans. Zudem braucht es eine Risikostudie. Sind die Ergebnisse positiv, wird projektspezifisch der Untergrund erkundet.

Diese Erkundung ist aufwändig. Insbesondere die Bohrkosten fallen ins Gewicht. Ist die erste Bohrung erfolgreich gemacht und das gewünschte Gestein vorhanden, folgt eine erste hydraulische Teststimulation. Das heisst: Das Gestein in der Tiefe wird probeweise mit hohem Wasserdruck aufgerissen. Dabei wird die Rektion des Untergrunds untersucht. Sind die Ergebnisse zufriedenstellend, kann das Grundgebirge weiter stimuliert werden. Ein künstlicher Wärmetauscher entsteht.

Ist dieser Wärmetauscher gross genug, wird die zweite Bohrung in die entstandene «Risslandschaft» gebohrt und so der Geothermiekreislauf geschlossen. Gelingt es nicht, den nötigen Wasserfluss im Untergrund zu erzeugen, sind die Investitionen verloren.

Entspricht das Gesamtergebnis den Erwartungen, wird an der Oberfläche das Kraftwerk gebaut. Der Betrieb kann beginnen.

 

Verfahrensablauf für ein tiefes Geothermieprojekt.

Verfahrensablauf für ein tiefes Geothermieprojekt. (Quelle: GEOTHERMIE.CH)

Planungsschritte für ein tiefes Geothermieprojekt

 

Quelle: GEOTHERMIE.CH

Quelle: GEOTHERMIE.CH