Ökonomie

Konkurrenzfähige Preise

Die hydrothermale tiefe Geothermie bietet eine Bandbreite an Möglichkeiten, deren Ökonomie von den jeweiligen Randbedingungen abhängt. Für die Wirtschaftlichkeit ist massgeblich, dass tiefe Geothermie-Anlagen durch sehr hohe Investitionskosten aber relativ günstige Betriebskosten charakterisiert sind. Die Energiequelle selbst ist gratis, rund um die Uhr, das ganze Jahr. Eine Anlage schreibt daher umso schneller schwarze Zahlen, je länger sie voll ausgelastet ist. Aus wirtschaftlicher Sicht ist es ideal, wenn übers Jahr gleichmässig viel Energie produziert werden kann.

Entscheidend für die Ökonomie ist auch die thermische Leistung, die der Untergrund zur Verfügung stellen kann. Tendenziell muss diese mit zunehmender Tiefe immer höher sein, damit sich Erkundung und Erschliessung (vor allem die Bohrungen) über die Betriebsdauer rechnen. Jedes Projekt erfordert eine umfassende ökonomische Analyse und ein Finanzierungskonzept.

Ein gut und bedarfsgerecht projektiertes Projekt kann über die Betriebsdauer sehr wirtschaftlich sein. Würde auch die einhergehende Vermeidung von CO2-Emissionen finanziell berücksichtigt, wäre die Wirtschaftlichkeit noch besser. Auf jeden Fall ist zu berücksichtigen, dass das Investitionsrisiko mit der Tiefe exponentiell ansteigt, da der tiefe Untergrund in der Schweiz praktisch unbekannt ist. Im Idealfall können solche Anlagen eine preisstabile, unabhängige und über die Betriebslaufzeit günstige erneuerbare Wärmequelle über eine lange Zeit bieten.