Förderung

Unterstützung möglich

Für Tiefengeothermie-Projekte für die reine Wärmenutzung gibt es heute kein spezielles Förderprogramm durch den Bund. Es können jedoch individuell Gelder für Forschungsarbeiten am Projekt, für Pilot- und Demonstrationsanlagen oder auch für Leuchtturmprojekte beantragt werden. Es ist geplant, bestimmte Gelder über das CO2-Gesetz für wärmegeführte Tiefengeothermieprojekte zur Verfügung zu stellen. Eine Einspeisevergütung für die Wärme gibt es nicht.

Wird mit einem hydrothermalen Projekt auch Strom produziert, gibt es für den Strom-Anteil bestimmte Unterstützungen durch den Bund. Bei Stromprojekten kommt eine sogenannte Risikogarantie zum Zug. Diese Garantie deckt heute bis zu 50 Prozent der Bohr- und Testkosten. In der laufenden Revision des Energiegesetzes wird die Garantie auf bis zu 60 Prozent erhöht und auf vorbereitende Studien ausgeweitet. Zudem soll der Bund neu auch Beiträge für Erkundungsbohrungen des tiefen Untergrunds leisten können. Bis die beiden Verbesserungen rechtskräftig werden, müssen National- und Ständerat das Gesetz verabschieden. Allenfalls hat das Stimmvolk das letzte Wort. Entscheidend für den Erfolg von Tiefengeothermie-Projekten ist weniger das einzelne Instrument als vielmehr der optimale Mix an Förderinstrumenten.

Viele Kantone sind der tiefen, hydrothermalen Geothermie gegenüber positiv eingestellt. Inwieweit auch finanzielle Unterstützungen möglich sind, ist projektspezifisch beim jeweiligen Kanton abzuklären.